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Buten un Binnen, Wagen un Winnen - man seggt Moin und Tach, her snackt man Platt und Hoochdüütsch

 

Wo die Deutsche Märchenstraße endet und die Bremer Stadtmusikanten Geschichte schrieben, grüßt ein großer Schlüssel und eine Flagge. Bremens Weg vom Bischofssitz Anno 787 in das 21. Jahrhundert war oftmals beschwerlich, aber dennoch spannend. Mit dem Hansebeitritt im Jahr 1260 formierte sich Bremen zu einem lebendigen Handelsplatz. Die Freie Hansestadt ist ein Zwei-Städte-Staat (Bremen und Bremerhaven) mit einigen Kuriositäten. Offiziell darf hier gespuckt werden, das Schaffermahl ist nur den Mannen vorbehalten, und Kohl & Pinkel eine Art Nationalgericht. Schön der Reihe nach: Wo sich heute ein großer Stein befindet, nämlich auf dem Domhof, stand früher das Schafott. Hier wurde 1831 die Massenmörderin „Gesche Gottfried“ hingerichtet (übrigens die letzte Hinrichtung in Bremen!). Die Strafe dafür, dass Sie hinterhältig und mit Mäulsebutter, 15 Menschen das Leben nahm, darunter Verwandte und Bekannte. Und hier darf heute jedermann ganz offiziell seinen Ekel und seine Abscheu zum Ausdruck bringen und... spucken. Und was hat das mit der Schaffermahlzeit auf sich?

 

Das Schaffermahl ist das älteste Brudermahl der Welt. An Neptuns Tafel versammeln sich seit 1545 alljährlich im Februar Kaufleute, Reeder und Kapitäne, um gemeinsam mit Geschäftspartnern aus aller Welt das Ende des Winters und den Beginn einer neuen Geschäftssaison zu feiern. Die Satzung schreibt vor, dass grundsätzlich nur Männer teilnehmen dürfen - in festlicher Kleidung oder Uniform - „Nichtbremer“ nur ein einziges Mal in ihrem Leben! Wäre noch der Freimarkt zu erwähnen. Der Ausdruck Volksfest und die Bezeichnungen Kirmes oder Rummel wäre einfach zu unpräzise. Für die Bremer ist er die "Fünfte Jahreszeit" und wird, ähnlich dem Karneval im Rheinland, mit prächtigen Umzügen unter Aufhebung der polizeilichen Sperrstunde, gefeiert. Ein ultimatives Ereignis nicht nur für Bremer. Kohl und Pinkel... Auch wenn man auswärts zuweilen bissig bemerkt, das Bremer Nationalgericht sei mindestens so unaussprechlich, wie der geschätzte Saumagen von Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl... Bremer hingegen schwören auf ihre Leibspeise, die aus reichlich Grünkohl, vielerlei Fleisch und Pinkel, eine Art Grützwurst, besteht. Anlässlich eines gemeinsamen Ausflugs wird mit Freunden und Kollegen gespeist, womit auch die Ur-Bremische Vokabel "Kohl-und-Pinkel-Fahrt" erklärt sei – eine leicht identifizierbare Gruppe bremischen Volkes, die vorzugsweise und insbesondere des Winters, grünkohlgeschmückt und mit aufgeräumter Stimmung durch die Bremer Umgebung zieht. Weiter geht es nach Bremerhaven, idyllisch gelegen an der Weser- und Geestemündung, direkt an der Nordsee. Für 17 Groschen und einen Pfennig ging das Fleckchen Erde am 11.Januar 1827 vom Königreich Hannover an die Bremer Stadtväter über. Heute ist Bremerhaven eine ländlich feine Umgebung mit Wattenmeer und Überseehafen. Große Namen haben hier angelegt, die Queen Victoria sogar zwei Mal, und die Alexander von Humboldt wurde hier 2011sogar getauft. Der Simon-Loschen-Turm ist das Wahrzeichen von Bremerhaven, einen Zoo am Meer gibt es auch, und im nationalen Museum für Schifffahrt kann der Besucher die Seute Deern, Seefalke, Rau IX und Emma, sowie Helmut und Elbe III bestaunen. Hier wird geschnackt, man sagt anne und inne, und ´n büsch´n ist ein bisschen… Kulinarisch dominieren Granat und andere Fischspezialitäten, wobei der Grünkohl, wie auch das Labskaus, der Bremerhavener ihr Leibgericht ist. Donnerwetter ist dat lecker! Alles klar? Sehen, erleben und genießen mit einem Klick auf einen Blick auf vip-travelguide.


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